19. Juli  (kurz nach Ankern)

 

Aber Wow!!! Was für klares türkisblaues Wasser. Das lädt direkt zum Reinspringen ein. Aber jetzt kommen die Uniform- und Maskierten wieder. Sie fragen sehr freundlich, ob wir getestet sind. Wir informieren, dass dem so mit negativem Ergebnis ist und es bereits dem Hafen per Mail vorliegt.

Alles gut, wir sollen dann morgen früh zum Einchecken kommen. An Land dürfen wir jetzt schon. Wie, nix Überprüfung oder Temperaturmessung? Auch gut.

Na dann, auf zum Land/Strandgang. Dingi runter, Motor dran und ... er startet nicht!!?? OK, kein Benzin drin. Auffüllen und ... er startet nicht; auch nicht nach vielen weiteren Versuchen. Da muss MANN eben zum Ufer rudern :-( Die Brandung scheint OK zu sein ... nee, doch nicht ... wir werden von der Welle aber fast elegant auf den Strand gespült.

 

Ach ist das schön, wieder festen Boden unter den Füssen und Pfoten zu haben, denken Skip und Bordfrau, denen es schlagartig besser geht. Mir nicht :-( Ich finde es hier sehr wacklig und habe Mühen, normal über den Strand zu gehen.

OK, zurück zum Schiff ... mit Dingi gegen die Brandung ... das hat bei uns noch nie geklappt ... diesmal auch nicht... wir werden pitschepatschenass :-((  Macht (fast) nix. Ich wollte ja eh noch Schwimmen gehen.

 

Mo 20. Juli

 

Der Aussenbordmotor will immer noch nicht. Wir verholen wir uns wieder in den Vorhafen und ankern in möglichst kurzer Distanz zu den Stegen. Da kann Mann dann gut hin rudern und trocken an- und ablanden.

Tun wir und quatschen mit einem deutschen Segler, der auch gestern mit uns reingekommen ist. Irgendwie kommt er uns bekannt vor ... er ist ein "Tatort" – Kommissar ;-)

 

Helga (der es nun wieder bombig geht) erledigt das Einchecken ohne Probleme ... bis auf Das, dass immer noch keine Boxen frei seien.

 

Erst schauen wir uns auf der Werft nach einem Reparaturdienst für unseren Motor um. Danach fahren wir in die nahegelegene Stadt ...........

 

 

(Nicht nur) mein zweiter Eindruck: Boah, schön hier!

Fühlt sich an wie ... karibisches Flair, oder zumindest kanarisches ...

 

Zurück im Hafen treffen wir andere Deutsche, die sich gerade vom Ankerplatz in eine Box verlegt haben. Sie meinen, man müsse einfach penetrant immer wieder nachfragen. Das tun wir. Diesmal ist auch der Hafenmeister selbst da, der sich 1. Mühe gibt, einen Platz für uns zu finden (morgen früh wird Einer frei!), 2. mit mir dahin geht (ist ja ne ziemliche Strecke bis dahin) um mir den Platz zu zeigen und 3. auch noch kurz den Dingimotor mit mir anschaut. Es ist 17 Uhr vorbei - er hat also eigentlich Feierabend - sehr nett!! Aber beim Motor muss er auch passen und ruft für uns Nelson an, der abends auch noch kommt und den Motor mitnimmt..

 

Dienstag 21. Juli

 

Wir verholen uns in die freie Box und sind dann erst mal lange mit den Leinen beschäftigt. Es herrscht nämlich ziemlicher Schwell, der die Festmacherleinen ganz schön beansprucht und verschiedenste Ruck- und Knarzgeräusche verursacht :-(

 

Dann beäugen wir mal unsere Nachbarn: Die Direkten sind ein Schweizer und ein Schwede. Ansonsten liegen hier ca. 18 Segelboote im kleinen Hafen Deutsche, zwei Portugiesen, - was angenehm überrascht :... viele Franzosen und was uns sehr freut – keine oder kaum Engländer! :-)). Die meisten sind Einhand und sehr individuell unterwegs (bzw. schon länger hier im Hafen) und alle sehr nett.

 

Wir fühlen uns auf Anhieb wohl hier in der Gemeinde und kommen schnell in Kontakt...

Abends kommt Nelson und bringt den Motor, der auch anspringt und läuft. Wir bezahlen die teure Reparatur und ich begebe mich mit Skip (denn alleine geht ja gar nicht) auf Probefahrt. Mittendrin geht der Motor aus. Er springt wieder an, aber geht aus, sobald ich Gas gebe. Ich rudere zurück und bitte die schöne Clara (portugiesische Freundin unseres schweizer Nachbarn Vincent), Nelson telefonisch zurückzuordern.

 

Der kommt auch, bekommt das Problem aber nicht in den Griff und nimmt den Motor wieder mit ...

 

Mittwoch 22. Juli

 

Wir machen unsere erste und wunderschöne Inselwanderung (Tunnelweg).

irgendwie wusste ich doch schon immer, dass Helga ein Alien ist ... ;-)

Donnerstag 23. Juli

 

Vincent hat für die Segler einen Portugiesischkurs organisiert und fragt auch uns, ob wir teilnehmen wollen. So sind wir schwuppdiewupp mittendrin in der Community.

Der Kurs ist 3 x die Woche und so lernen wir erstens jede Menge Leute kennen und in den nächsten 2 Wochen mehr portugiesisch als in eineinhalb Jahren in Lagos!

Freitag 24. Juli

Wir haben eine Jeeptour gebucht, um uns einen Überblick über Porto Santo zu verschaffen. 3,5 Stunden geht`s mit der hier lebenden Ruth über Straßen und sogenannten Wegen kreuz und quer  über die Insel, wobei sie sehr kompetent und informativ zu verschiedensten Aussichtspunken und Besonderheiten der Insel Aukunft geben kann - auf deutsch für uns und auf portugiesisch für die anderen fünf im Auto.

Montag 27. Juli

Heute gehen wir mal bezahlen. Wir wussten ja schon, dass der Hafen günstig sein soll, aber 122 €  für 1 Monat !!? Das bezahlt man im Mittelmeer durchaus fast schon mal für einen Tag. Hier sind das dann gerade mal 4 € pro Tag!!  Wir hatten uns schon gewundert, dass  jemand sagte, Funchal sei mit 20€ pro Tag teuer.

Dienstag 28. Juli

Problematisch ist für uns hier etwas das Thema Mobilität. Der Hafen liegt etwas (zu) weit vom Schuss. Zum Supermarkt sind es 20 Min zu Fuss. Dort im Ort gibt es zwar Busse, aber die nehmen keine Hunde mit :-( Leihwagen kosten hier das zehnfache wie in Lagos. Somit bliebe nur Taxi, was noch auszuprobieren wäre ... oder eben zu Fuß gehen. Da(s) muss der Skipper mal üben ...

 

Der Strand in Porto Santo ist 11 Km lang. Das ist uns zu weit. Wir fahren mit den Rädern zum Ort und gehen dann immerhin ein Teilstück des Strandes.

Mittwoch 29 Juli

 

Auch vom Portugiesisch Kurs geht es heute zu Fuß zurück ... ich muss ja für unsere Wanderungen hier und auf Madeira trainieren ;-)

 

Donnerstag 30 Juli

 

Wir stehen um 8 Uhr auf und schnüren unsere Wanderstiefel (meine habe ich seit 5 Jahren Achilles- und sonstso bedingt  nicht mehr angehabt). Dann geht es in 35 Minuten da rauf zum Miradoro da Portela.

 

Da können wir dann schön runter gucken.

 

Auf der anderen Seite geht es runter, um einen anderen Berg herum zum Badestop ;-) ...

 

und über den „Tunnelweg" wieder zurück. Insgesamt 8,23 Km !! Wir sind stolz auf mich ;-)

 

Schnitt ...

Es ist mir nicht mehr möglich, in diesem Stil weiterzumachen ... dazu fehlt mir vor allem die  Zeit. Wir sind jetzt schon 2 Wochen hier und haben erst so wenig gesehen, weil so viel Anderes auch passiert ... nämlich Leben :-)

 

Also werde ich fortan entweder Monatsweise, oder  nur noch von besonderen Dingen berichten ...

 

Maria

Was in Lagos fast ein halbes Jahr gedauert hat, gelingt hier in wenigen Tagen. Ich lerne Maria kennen, die hiesige Gesangesgrösse.  Sie ist keine Almuth, kann aber singen. Also treffen wir uns regelmässig und arbeiten an einigen Stücken - ein kleines Konzert ist bereits in Planung... :-)

Wanderungen

Porto Santo entpuppt sich immer mehr als sehr interessante Insel; mann und frau muss sie nur erkunden; bzw. erwandern. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Tunnel Tour hatten wir ja schon.

Es folgen:

Tour Pico Castello (sehr einfacher kurzer Weg)

Tour Pico Fancho (meine Lieblingsrunde), sehr vielseitige Ausblicke über die Insel.